A Prayer for My Son / A Letter to Him – Jason Esra Turned Five

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Dear Jason,

My precious little one. You have been developing quite a bit in the last year. Yet, you still are very much adventurous and diligent to discover new exciting opportunities to play and develop your character.

You also still kept your joy and may God be gracious to continue that in your and our lives. It is a thrill to watch you play and live.

God who is gracious to give above and beyond may grant you seeing Him and the paths He has for you.

In Christ, Amen.

Papa

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Joel Caleb Turned Nine

Joel

Joel Caleb, it is always exciting to see you growing up. Man, 9 years old now. How did that happen?

Your openness to new situations has not changed, but I can see that you are thinking more and more about the implications of moving to another country, to another continent. I am thankful that God will guide you (and us!) through that process.

You have a lot of passions and I am thrilled to see you read, create your own stories, play football/soccer, and having good times with your friends. May your curiosity and gentleness increase.

God with you my “little” boy!

We love you.

In Christ,
AMEN

Gedanken zur Gerechtigkeit

„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – ihr sollst du nachjagen, damit du Leben hast….“ (5. Mose 16,20)

„Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.“ (1. Timotheus 6,11)

Ach Gerechtigkeit. Streben wir nicht alle danach? Wer Kinder hat, weiß um den täglichen (stündlichen, minütlichen) Ausspruch: „Das ist aber ungerecht!“ Wir alle, oder zumindest die meisten, haben ein Verlangen nach Gerechtigkeit. Erst recht, wenn wir zu Unrecht Unrecht erleiden.

Hierzu braucht man nur kurz an die letzte Autofahrt oder das letzte Streitgespräch mit dem Ehepartner zurückdenken. Wenn ich etwas mache oder sage, ist das immer richtig. Wenn der andere jedoch dasselbe tut, kann das durchaus falsch sein. Ich habe immer einen guten Grund für das, was ich tue. Und, ich habe immer Recht (meine Frau weiß das schon…).

Dieses Verlangen nach Gerechtigkeit haben wir übrigens auch bei Filmen. Die meisten mögen kein Ende, in dem das „Böse“ siegt. Das wäre ja ungerecht. Noch „schlimmer“ sind vielleicht Filme, die mit einem offenen Ende die Geschichte abschließen. Irgendwie ist das nicht befriedigend. Zu einem möchte man wissen wie es ausgeht. Und zum anderen möchte man, dass es gut ausgeht. Ein Verlangen nach Gerechtigkeit.

In den beiden zitierten Versen geht es in der heutigen Losung (29.01.2016) primär hierum; zumindest möchte ich meine Gedanken hierauf beschränken. Der Duden definiert Gerechtigkeit folgendermaßen: „Prinzip eines staatlichen oder gesellschaftlichen Verhaltens, das jedem gleichermaßen sein Recht gewährt.“ In der Bibel kommt das Wort Gerechtigkeit häufig vor und es ist nicht mein Ziel hier alles aufzuzeigen. Vielmehr geht es mir darum zu sehen wie Gerechtigkeit in dem Kontext der beiden Verse verwendet wird.

Wir lesen im Kontext von 5. Mose 16, dass es hier um richterliche Angelegenheiten gibt. Richter sollen gerecht sein und nicht vom Ansehen einer Person beeinflusst werden. Hier ist aber noch ein weiterer Punkt genannt: Richter sollen keine Bestechung annehmen. Das würde ihr Urteilsvermögen (die Rechtsprechung) ebenfalls erschweren bzw. verfälschen.

Auch der Kontext von 1. Timotheus 6 hat mit Geld zu tun. Paulus warnt seinen Schüler über die Versuchung des Reich-werden-wollens. Hier ist man versucht über Leichen zu gehen. Nun gut, vielleicht sind die meisten von uns nicht bereit zu töten. Aber Kompromisse (ethische Leichen) einzugehen, bei denen wir wissen im Unrecht zu sein, sind da schon eher wahrscheinlich. Und hierzu schreibt Paulus, dass die Wurzel allen Übels die Liebe zum Geld ist (Vers 10). Das Geld per se ist nicht das Problem, sondern die Liebe zum Geld (Habgier): „Das muss ich haben, egal was es kosten mag [ethisch oder auch finanziell]!“ Wir aber, die wir Jesus nachfolgen, sind dazu herausgefordert Recht walten zu lassen, Gerechtigkeit zu leben, gerecht zu sein. Egal was es uns kostet. Wahres Leben in der Nachfolge pocht nicht auf das eigene Recht, sondern achtet auf das des Anderen.

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Timothy Lukas Turned Seven

Tim

 

Dear Timothy,

This is your first year in school. And as I wrote in the previous year, your diligence in inquiring subjects of your interests has not diminished. You thoroughly enjoy learning and studying, though sometimes it bores you because it is not always as challenging as you like.

You befriended some new people in school and it is a joy to see you playing with your new friends. You also started playing handball. And, as I have observed, you are already quite good at it.

My prayer for you is that God will lead you closer and closer to His heart and that you will enjoy His goodness and love. You are a tremendous gift in our lives and we are thrilled to see you grow.

I love you.

Thank you God for my little ninja, Tim!

In Christ. AMEN.

Zweifelhaft Glauben

Head in Hands

In diesem Blogpost beschäftigen wir uns mit dem ersten Kapitel des ersten Teils des Buches Warum wir mündig glauben dürfen. Hier schreibt Arne Bachmann über das Thema „Zweifelhaft Glauben“. Zu Beginn schreibt Bachmann phrasenhaft einige Gedanken zum diesem Thema; es liest sich schon fast wie ein Gedicht. In diesem „Gedicht“ ist mir folgende Aussage besonders aufgefallen: „Wenn der Grund zum Abgrund wird.“ Es lässt sich also zu Anfang bereits beobachten, dass wir nicht von kleinen Zweifeln, die hier und da auftreten können, sprechen. Sondern es geht um etwas Fundamentales. Das Fundament auf dem man zu stehen schien und welches einem Sicherheit gab, droht wegzubrechen.

Bachmann unterscheidet in seinem Aufsatz zwischen Zweifel aus Distanz und Zweifel auf Beziehungsebenen. Zweifel aus Distanz benennt er Skepsis.  Bei diesem Zweifeln ist man ferner Beobachter gewisser Fakten, denen man nicht zustimmen mag oder kann. Jedoch geht es nicht um solche Fakten (hier wäre man in der christlichen Theologie im Bereich der Apologetik).

Vielmehr geht es Bachmann um die zweite Art des Zweifelns – das Zweifeln auf der Beziehungsebene. Eine Person wird in Zweifel gezogen. Jemand (nicht nur eine Sache) ist uns nicht mehr vertrauenswürdig. Tiefe Verunsicherungen, Angst und Verzweifeln können sich breit machen.

Was ist jedoch schlimmer als solche Zweifel? Solche Zweifel nicht zulassen zu dürfen. In Gemeinden oder christlichen Gruppierungen (und wahrscheinlich auch in anderen religiösen/politischen Gemeinschaften) wird man gleich be-seelsorgt oder man wird ignoriert.

In einem zweiten Teil beschreibt Bachmann kurz „Die Suche nach Sicherheit“ von Sokrates und Descartes und was Gott in dieser Suche noch bieten kann. Laut Bachmann ist für Descartes Gott nur noch eine Art Lückenbüßer, der sicherstellen soll, dass unser Denken nicht von irgendetwas Bösem beeinträchtigt wird. Schon Luther, so Bachmann, hat diese Art der securitas (indem Gott benutzt wird) als Götzendienst bezeichnet.

Worum es Bachmann zu gehen scheint, ist, dass die göttliche Barmherzigkeit gewisser ist als all unsere „theologischen Gedankengebäude“ (er führt z.B. die Jungfrauengeburt, Irrtumslosigkeit der Schrift u.a. an). Ich denke zu verstehen, dass hier das objektive Handeln über unserem Subjektiven Verstehen steht. Jedoch wäre es interessant zu erfahren wie man auf „göttliche Barmherzigkeit“ stoßen kann ohne jegliches theologisches Gedankengebäude. Ist denn diese Barmherzigkeit kein Gedankengebäude? Aber ich möchte Bachmann einräumen, dass es ihm wahrscheinlich um die Dichotomie des Objektiven und Subjektiven – wie oben beschrieben – geht. Gottes Handeln in Jesus Christus (das Objektive) steht selbst über unserem Glauben und unseren Zweifeln (das Subjektive).

Zweifeln dürfen – ja, müssen sogar – zugelassen werden. Auch diese, sowie unser Vertrauen auf Gott, gehören in den Alltag  unserer Beziehungen. Bachmann meint sogar Zweifel können unsere Orientierungen in Neuorientierungen umwandeln. Wir wachsen also an solchen Zweifeln.

Eine Gefahr, die Bachmann auch herausarbeitet, ist es sich in solchen Zweifeln zu verlieren bzw. sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und so nur noch auf sich selbst konzentriert zu sein.

Im Großen und Ganzen ist es ein gelungener Aufsatz. Was mir jedoch nicht einleuchtet, ist der Zusammenhang des Zweifelns an einer Person (mir ist jemand nicht mehr vertrauenswürdig) und die Zweifel, die uns Neuorientierungen geben. Es scheint als wäre die Abgrenzung der Skepsis (Zweifel aus Distanz) und das inwendige Zweifeln an Gott (und eben nicht an rein „theologischen  Gedankengebäuden“) nicht vollends vollzogen worden und somit auch nicht beantwortet.

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/proimos/4199675334/ "Facepalm" by Alex Proimos

Zweifel und der christliche Glaube – Einleitungskapitel

Wie schon im letzten Eintrag beschrieben, werde ich das Buch von den Herausgebern Tobias Faix, Martin Hofmann und Tobias Künkler näher betrachten. Es handelt sich um das Buch Warum wir mündig glauben dürfen – Wege zu einem widerständigen Glauben.

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Das dies das Nachfolgebuch zu Warum ich nicht mehr glaube – Wenn junge Erwachsene den Glauben verlieren ist, werden in dem ersten Kapitel (Einleitung) die wichtigsten Ergebnisse des vorherigen Buches wiedergegeben. Das möchte ich hier auch tun.

Im ersten Buch (Warum ich nicht mehr glaube – Wenn junge Erwachsene den Glauben verlieren) ging es um Dekonversion (Entkehrung, also dem Gegenteil der Bekehrung). Hier wurden verschiedene Menschen gefragt warum sie vom Glauben abgerückt sind und nun nicht mehr glauben. Hierzu wurde eine empirische Studie durchgeführt und einzelne Lebensgeschichten angehört (für viele schien dies eine Befreiung zu sein, endlich darüber mal gefragt zu werden).

Ähnlich wie bei einer Bekehrung ist bei einer Dekonversion ein Prozess im Gange. Viele verschiedene Faktoren spielen in diesen Prozess hinein. Vier Leitmotive (mit je zwei Prägungen) kristallisierten sich heraus:

  1. Moral: Eingeengte und Verletzte

Moralische Maßstäbe wurden teilweise entweder als zu eng empfunden oder auch nicht klar kommuniziert. Bei der ersteren Gruppe (den Eingeengten) wurde die gepredigte Freiheit des Glaubens nicht (oder nur kaum) erlebbar. Die Verletzen wurden durch Moral (oftmals in Verbindung mit Macht) in die Enge getrieben und teils auch misshandelt (geistlich, physisch, körperlich, sexuell). Andere Christen waren hier ein erheblicher Faktor in dem Dekonversionsprozess.

  1. Intellekt: Zweifelnde und Grübelnde

Bei dem Leitmotiv Intellekt sind es die Interviewten selbst, die den christlichen Glauben (auch Lehrinhalte) mit ihrem eigenen Denken nicht vereinbaren konnten.

  1. Identität: Entwachsene und Zerrissene

Bei den Entwachsenen war die eigene Identität nicht mehr mit dem Kinder- und Jugendglauben zu vereinbaren. Sie sind sozusagen aus dem Kinderglauben herausgewachsen. Bei den Zerrissenen ergab sich ein anderes Bild. Hier war schon ein fester Glaube im Spiel. Hier gab es jedoch Widersprüche im eigenem Lebensentwurf oder dem Erlebten in der Gemeinde o.ä., so dass eine Entkehrung als ein Ausweg gesehen wurde.

  1. Gottesbeziehung: Enttäuschte und Geplagte

Die Gottesbeziehung ist das zentrale Anliegen des christlichen Lebens. In diesem Leitmotiv gab es wiederum zwei Ausprägungen. Die Enttäuschten erlebten Gott in ihrem täglichen Leben und auch emotional nicht. Wobei die Geplagten verschiedene Schicksalsschläge erlitten, so dass ihr eigener Glaube in Trümmern lag. Sie verloren das Vertrauen in und auf Gott.

Das Ziel des zweiten Buches (Buch Warum wir mündig glauben dürfen – Wege zu einem widerständigen Glauben) ist es  Impulse für einen mündigen Glauben zu setzen. Mündig ist ein glaube dann, wenn er „reflektiert und eigenverantwortlich gelebt wird“. Ein kritischer Umgang mit Erlebten und Bedachtem ist nicht nur geduldet, sondern geboten. „Ein Mensch mit einem mündigen Glauben befindet sich in einer Entwicklung, in der er immer weniger darauf angewiesen ist, sich selbst und anderen etwas vorzumachen“ (S. 14).

Das Buch besteht aus vier Hauptteilen. Im ersten Teil geht es „Auf dem Weg mit Zweifeln und Andersdenkenden“. Der zweite ist „Auf dem Weg der Einheit und Vielfalt“. Der dritte Teil stellt Gemeinde und Familie in den Vordergrund. Zuletzt wird dann ein mündiger Glaube näher erörtert. Wie kann man ihn entwickeln und leben.

Im nächsten Eintrag werden wir uns gemeinsam das erste Kapitel aus Teil 1 anschauen „Zweifelhaft glauben“ von Arne Bachmann. Ich bin schon sehr gespannt auf diese Reise und eventuelle Fragen und Zweifel die aufkommen werden.

Götzendienst?

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[Das folgende Bild war in der online Ausgabe der faz am 27.10.2013 zu sehen. Der Titel des Artikels: „Sebastian Vettel wird zu Schumachers Reinkarnation“. Die Bildbeschreibung: „Götzendienst: Vettel dankt ‚Hungry Heidi‘“. http://www.faz.net/aktuell/sport/formel-1/formel-1-weltmeister-sebastian-vettel-wird-zu-schumachers-reinkarnation-12636030.html ]

In diesem kurzen Eintrag möchte ich über folgendes Zitat von Timothy Keller (Pastor in New York City) nachdenken. Er schreibt im grob-übersetzten folgendes:

„Wenn ich das habe, dann hat mein Leben einen Sinn, dann weiß ich, dass ich wertvoll bin, dann fühle ich mich bedeutsam und sicher.“

Was auch immer dieses „das“ ist, das ist Dein Götze.

Oftmals denkt man doch: Götzendienst ist religiöses Handeln antiker Menschen oder Menschen, die noch nicht in der fortgeschrittenen Welt des 21. Jahrhundert angekommen sind. Götzendienst (und Religion im Allgemeinen!) ist etwas für Naturvölker und Schwache (emotional, sozial, psychologisch). Mit mir hat das nichts zu tun. Aber laut Keller verfallen wir alle dem einen oder anderen Götzendienst.

Wir alle sind Götzendiener. Wir alle (oder zumindest die meisten) wollen einen Sinn in unserem Leben haben – für etwas leben. Etwas das sich lohnt. Unsere Gefühle, Gedanken, unser Wille strebt nach mehr. Da muss doch etwas sein. Und je nach dem wie das „etwas“ ausfällt, haben
wir einen Götzen erschaffen. Denn was nicht wirklich Gott ist, ist per Definition ein falscher Gott. Und falsche Götter sind Götzen. An was hängst Du Dein Herz? Für was schlägt es besonders?

Was ist Dein „das“ in dem obigen Zitat?

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Joel Caleb Turned Eight

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Joel Caleb, it has been a full year of adventures and exciting times. Not everything has been easy and you are learning to live with transitions between phases in life as well as saying goodbye to loved places and friends.

You are becoming more and more a boy who looks out for others and loves to play with whomever is around. I hope this openness to others will be more and more cultivated in your heart and that the Lord will use it mightily in your life.

We are excited to see where this year will lead you and us and am thankful for all the blessings God brings through you in our lives.

The God whose heart is open to everyone may open yours more and more.

We love you.

In Christ,

AMEN