Das Vaterunser – Mehr als „nur“ ein Gebet! – Du-Bitten (Matt 6,9-10)

Im letzten Blogeintrag haben wir uns mit der „Einführung“ des Vaterunsers beschäftigt – sprich, wir haben uns gefragt in welchem biblischen Zusammenhang dieses Gebet gelehrt wird.

Wir haben angedeutet, dass das Vater Unser uns einerseits lehrt wie wir beten sollen, andererseits aber auch wie wir leben sollen – Das Vater Unser ist also tatsächlich mehr als nur ein Gebet!

Das Vaterunser ist Anleitung zum Beten. Gebet ist mehr als nur ein Ausdruck unserer Gefühle. Allerdings dürfen wir auch nicht den Fehler begehen liturgisch das Gebet einfach nur so dahin zu plappern. Wir tun gut daran uns näher mit den Einzelaussagen des Gebets zu beschäftigen, uns auf sie zu konzentrieren. Wir wollen über diese nachdenken und sie betend in unser Gebet und Leben mit einbeziehen.

                           I.            Einführung

Wenn wir uns den Inhalt des Vaterunsers anschauen, so kann man doch auf den ersten Blick sagen, dass dieses Gebet kaum einen rein christlichen Schwerpunkt hat.

Ein Jude hätte wohl kaum Schwierigkeiten ein solches Gebet mitzusprechen [hier können wir auch ganz klar sehen, dass Jesus und die ersten Jünger tief im Judentum verwurzelt waren und dass nicht alles „verworfen“ werden musste nur weil es jüdisch sei!]

Zuvor beobachteten wir ganz klar wie Jesus das Vaterunser vom heuchlerischen als auch von gedankenlosem und mechanischem Gebet absonderte.

Jesus zeigt aber nicht nur auf was negativ und falsch ist, sondern er lehrt zugleich wie man denn jetzt beten solle:

a. “Deshalb sollt ihr so [oder: auf diese Weise] beten“

Das „ihr“ (ὑμεῖς) ist im Text ganz klar hervorgehoben. Die Jünger Jesu (somit auch wir), sollen eben nicht so beten wie in den negativ Beispielen in den Versen 5-7. Christen unterscheiden sich von ihrer Umwelt in alltäglichen Dingen, aber auch in ihrem Gebetsleben.

Wenn wir in einem Text „deshalb“ lesen müssen wir uns immer fragen „weshalb?“. Das „deshalb“ bezieht sich auf die Vaterschaft Gottes, die schon im Vers 8 beschrieben wird (oder zumindest anklingt).

Wir sollen „so“ oder auf „diese Art und Weise beten“. „Es heißt nicht: ‘Diese Worte betet’, sondern: ‘So sollt ihr beten’. Es geht nicht um den Wortlaut, sondern um das Vaterunser als Unterscheidungskriterium der Christen.“[1] [Das Vater Unser wurde ab Mitte 2. Jh. n. Chr. dreimal täglich gebetet (siehe Did. 8,3); hier kann es natürlich zum Problem des hirnlosen Plapperns kommen.] „So“ (οὕτως) zeigt uns WIE wir beten sollen und nicht im direkten Sinne WAS wir beten sollen.

b. „Vater unser, im Himmel“

“Für den Menschen von heute ist freilich der große Trost des Wortes Vater nicht ohne Weiteres spürbar, den die Erfahrung des Vaters ist vielfach entweder ganz abwesend oder durch das Ungenügen der Väter verdunkelt.“[2] Um zu verstehen was Jesus mit Vater meinte müssten wir das gesamte Matthäusevangelium (Matt) und das Alte Testament zu Rate ziehen. Da dies jedoch zu viel wäre, beschränken wir uns auf eine Schriftstelle im Matt.

In Matt 7,7-11 lesen wir (Neues Leben):

7 Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.

8 Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft.

9 Ihr Eltern – wenn euch eure Kinder um ein Stück Brot bitten, gebt ihr ihnen dann stattdessen einen Stein?

10 Oder wenn sie euch um einen Fisch bitten, gebt ihr ihnen eine Schlange? Natürlich nicht!

11 Wenn ihr, die ihr Sünder seid, wisst, wie man seinen Kindern Gutes tut, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen, die ihn darum bitten, Gutes tun.

Wenn wir, die wir im Grund schlecht sind (Sünder), wissen wie man Gutes tut, wie viel mehr noch Gott (unser Vater). Die Parallelstelle in Lukas 11,9-13 verweist auf das Gute schlechthin. Der Text ist ziemlich gleich doch lesen wir am Ende folgendes: „…wie viel eher wird euer Vater im Himmel denen, die ihn bitten, den Heiligen Geist schenken“ (meine Hervorhebung). Wie der deutsche Papst schrieb: „Gott gibt sich selbst!“[3]

„Vater“:[4] Wir gehen davon aus, dass Jesus Aramäisch sprach und dass das pater dem abba in seiner Muttersprache widerspiegelt (siehe Mk 14,36; Röm 8,15; Gal 4,6). Zwar sehen wir, dass Gott im generellen als Vater erkannt wurde, jedoch hat Jesus dies auf eine ganz persönliche, intime Ebene heruntergebrochen. Diese neue Beziehung zu Gott durch seinen Sohn ist einmalig (vgl. hier Lukas 11,2 „unser Vater“). In griechischer-römischer Zeit galt der Vater als das absolute Oberhaupt. Kinder waren ohne Rechte. So zeigt dieses Gebet die totale Abhängigkeit des Menschen von seinem Schöpfer.[5] In Matt redet Jesus von Gott als Vater 42x [2x spricht des Vaters Stimme zu seinem geliebten Sohn (3,17; 17,5)]. Siehe Fußnote für Näheres.[6]

Mit dem Wort „unser“ wird dem Gläubigen die Gemeinschaft aller Christen vor Augen gestellt. Ja, Gott ist „mein/dein“ Vater, aber er ist auch der Vater des anderen. Durch unsere Adoption als Kinder Gottes dürfen auch wir zu unserem Vater kommen und ihn mit Abba anreden (Röm 8,15; Gal 4,6).

Unser Vater „im Himmel“. Dieser Zusatz zeigt uns den Allmächtigen, omnipotenten Gott, der in himmlischer Herrlichkeit wohnt, der sich unserer erbarmt und sich herzlichst um uns kümmert. [Im Urtext „in den Himmeln“. Dieser Begriff im Plural wurde oft benutzt, um von dem Wohnsitz Gottes zu sprechen.[7]]

Wenn wir bedenken zu wem wir da im Gebet kommen, werden uns zwei Dinge deutlich: (1) Gottes Anliegen haben Priorität, (2) unsere Anliegen können wir ihm voll und ganz anvertrauen.[8]

Genau dies erstere fällt uns ja schwer, da wir in einer Kultur leben, die immer selbstbezogen ist. Ich komme an erster Stelle, dann der Andere. [Einer meiner Professoren hatte mal gesagt: „Du warst immer erst jemandes ‚Du‘, bevor Du ein ‚Ich‘ warst.“]

                         II.            Die Drei Bitten

Es ist auffallend, dass alle drei Bitten in dem ersten Teil des Vaterunsers nicht mit einem direkten Befehl an Gott gehen. Wir lesen also nicht: „Heilige Deinen Namen“, „Mach, dass Dein Wille geschieht“ und auch nicht „Etabliere Dein Reich“.

Wir haben hier ein sog. passivum divinum:[9] es verweist zwar einerseits auf das Handeln Gottes (also dass Gott sein Name heilige), oder dass hier gebeten wird, dass Gott bewirke, dass sein Name unter den Menschen geheiligt werde. Andererseits scheint es auch das Handeln des Menschen klar miteinzubeziehen. Hierzu benötigt allerdings der Mensch die Hilfe Gottes![10]

Die erste Bitte führt in die nächsten zwei.[11] Gottes Name wird dann geheiligt, wenn sein Reich etabliert und sein Wille getan wird. Deshalb werden wir auch viel Zeit mit der ersten Bitte verbringen und die zweite und dritte etwas kürzer behandeln.

Das Gebet zeigt die Spannung des eschatologischen Verständnisses. Wir leben in der „Zwischenzeit“ – zwar ist Gottes Reich schon hier, jedoch ist es noch nicht vollendet, bis Jesus wiederkommt. So zeigen auch die Du-Bitten endzeitliche Aspekte auf, doch bedeutet dies nicht, dass wir uns zurücklehnen und Gott machen lassen. Wir sind am Bau seines Reiches beteiligt und Gott wirkt durch sein Volk.

Es ist klar, dass man weder die eschatologische noch die ethische Seite des Gebets hervorheben soll. Beide haben ihren berechtigten Platz. Unsere Eschatologie (unsere Theologie im Allgemeinen!) beeinflusst unser tägliches Leben, unser Handeln, unsere Worte und Gedanken.

a.       Erste Bitte: „Geheiligt werde Dein Name!“

Gottes Name wurde und wird im Judaismus nicht ausgesprochen, [12] so schreiben auch heute noch einige meiner jüdisch-christlichen Freunde Gd (im Englischen) bzw. Gtt (im Deutschen). Der Name symbolisiert oder weist auf die Essenz der Person hin.

Hier wird nicht darum gebeten, dass Gottes Name heilig sein soll, als ob er unheilig wäre. Vielmehr spricht diese Fürbitte ein tiefes Verlangen aus, dass der Name Gottes als heilig angesehen wird. Das soll mit dir und mit mir so sein![13] Dies ist eine Fürbitte, dass Gott als heilig behandelt wird (vgl. Exod 20,8; Lev 19,2.32; Hes 36,23; 1. Pet 1,15).

In Hes 36,23 aber auch 1. Pet 1,15 sehen wir eine solche Spannung:

So werde ich meinem großen Namen, den ihr bei den Völkern entweiht habt, seine Heiligkeit zurückgeben. Und wenn ich vor ihren Augen meine Heiligkeit an euch offenbare, spricht Gott, der Herr, dann werden die Völker erkennen, dass ich der Herr bin. (Hes 36,23)

Aber jetzt sollt ihr in allem, was ihr tut, heilig sein, genauso wie Gott, der euch berufen hat, heilig ist. (1. Pet 1,15)

Die Heiligkeit ist Charakter Gottes. Heilig sein heißt zu einem „völlig anders zu sein“ (Gott ist ja nicht mit der Schöpfung gleichzusetzen), andererseits hat dies auch ethische Bezüge. Gott ist rein und frei von Sünde. Und genau dies soll das Volk Gottes widerspiegeln!

Gott soll also für seinen Charakter bekannt gemacht werden. Menschen in unserer Nachbarschaft sollen erkennen, wer Gott ist und was er für uns getan hat und auch immer noch tut. Der Name Gottes wurde wegen des Fehlverhalten Israels unter den anderen Völkern entweiht (Jes 52,5, Hes 36,17-23).

Gott möge so in uns arbeiten, dass Leute durch unser Leben (Worte, Taten) Gott die Ehre geben und Ihn als Schöpfer, Herrscher und Erlöser anerkennen. [14] Gottes Namen zu heiligen ist ganz besonders in unserem Gehorsam Ihm gegenüber zu erkennen (mehr in der Predigt morgen).[15]

b.      Zweite Bitte: „Dein Reich komme!“

Das Reich Gottes ist das Wichtigste an das sich die Jünger orientieren sollen (Matt 13,44-46), all unser Verlangen unser Wünsche treten an zweite Stelle. Völlige Hingabe an Jesus Christus ist das Merkmal seiner Nachfolger (vgl. Matt 7,21-27). Gott schenkt uns zwar, dass wir am Reich Gottes teilhaben können, Er erwartet jedoch auch eine ernsthafte Antwort auf seine Einladung.[16]

In einer Endzeit-Prophetie sieht der Prophet Sacharja wie Gottes Reich letztendlich voll und ganz etabliert sein wird. Er schreibt in 14,9: „Und der Herr wird König über die ganze Erde sein. An jenem Tag wird der Herr der einzige Gott sein und sein Name allein wird angebetet werden.“ Oh, wie schön werden diese Tage sein!

Dass wir nun beten „Dein Reich komme“ erinnert uns daran, dass Jesus eines Tages wiederkommen wird. Wir müssen nun das Evangelium verbreiten und selbst bereit sein, wenn unser Herr „plötzlich kommt“ (Matt 24,42-25,46). [17]

c.       Dritte Bitte: „Dein Wille geschehe!“

Was bedeutet „Dein Wille geschehe”? Ist dies eher eschatologisch oder doch ethisch. Eine Stelle im Lukasevangelium wird uns da weiterhelfen können. In Lukas 22,42 (siehe auch Matt 26,42) lesen wir: „Vater, wenn du willst, dann lass diesen Kelch des Leides an mir vorübergehen. Doch ich will deinen Willen tun, nicht meinen“. Dies ist radikale Nachfolge.

Matthäus gebraucht das Wort „Wille“ (θέλημα) auch in 7,21; 12,50; 21,31 mit dem Bezug und der Gewichtigkeit, dass wir Gott gehorchen sollen.[18] Wir können also nur schwierig – um nicht zu sagen gar nicht! – darum beten, dass Gottes Wille geschehe, aber zugleich im Ungehorsam leben. Der Verfasser des Hebräerbriefes macht ganz klar deutlich, dass Ungehorsam mit Unglaube gleichzusetzen sei. Wir lesen in 3,18-19:

Und zu wem sprach Gott, als er schwor, dass sie seine Ruhe niemals finden sollten? Er sprach zu denen, die ihm ungehorsam gewesen waren. Wir sehen also, dass sie wegen ihres Unglaubens seine Ruhe nicht finden konnten.

„Wie im Himmel so auf Erden“: ob dieser Begriff nur auf die letzte Bitte oder auf alle drei zu beziehen ist, soll uns nicht weiter stören. Da wir schon sahen, dass die drei Bitten eng miteinander verbunden sind, ist diese Zusatzklausel auf alle drein anwendbar.

Hier bitten wir für ein vollkommenes Herrschaftsgebiet Gottes, welches sowohl den Himmel als auch die Erde miteinbezieht. Die Erfüllung dieser Bitte wird zwar erst im vollendeten Reich Gottes völlig zur Geltung kommen, jedoch fängt diese schon im Hier-und-Jetzt an!

                       III.            Schluss

Diese drei Bitten sollten sowohl eschatologisch (also endzeitlich) als auch ethisch zu verstehen sein. [19] Wenn man sie rein endzeitlich sieht, entschärft man ihre Relevanz für das Hier-und-Jetzt und nimmt einem Christen eine der größten Herausforderungen seines/ihres Lebens – unabdingbare Hingabe an Gott.

Wenn man diese Bitten jedoch nur rein ethisch versteht, ignoriert man die Hoffnung, die uns als Christen vorantreibt. In Titus 2,13 lesen wir: „Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird.“

Gebet (eigene „Übersetzung“ der ersten drei Bitten):

Unser Vater, der Du uns ganz nahe und dennoch hoch erhaben bist,

Hilf uns so zu leben, dass Menschen in unserer Umgebung Deinen Charakter erkennen können.

Lass Deine Herrschaft im Hier-und-Jetzt deutlich werden, während wir auf die Wiederkehr Jesu warten.

Gib uns die Kraft, Deinen Willen zu tun und Dir gehorsam zu sein.

Komm Herr!


[1] K.-H Ostmeyer, “Das Vaterunser: Gründe für seine Durchsetzung als ‘Urgebet’ der Christenheit,” New Testament Studies 50, no. 3 (2004): 324.

[2] Benedict XVI., Jesus von Nazareth (Freiburg: Herder, 2007), 170.

[3] Ibid.

[4] David E. Garland, “The Lord’s Prayer in the Gospel of Matthew,” Review & Expositor 89, no. 2 (1992): 217–218, beschreibt Gott als Vater im AT und frühen Judentum.

[5] Kate Dugdale, “Understanding the Lord’s Prayer as a Paradigm for Prayer,” Stimulus: The New Zealand Journal of Christian Thought & Practice 19, no. 3 (2012): 32.

[6] Garland, “The Lord’s Prayer in the Gospel of Matthew,” 218. „The image of Father was one that conveyed power and authority. Matthew’s Gospel does not lack for images where a gracious king or father suddenly turns into a wrathful judge who punishes. The servant who is unmerciful (18:23-35), the city that ignored the wedding invitation and the man without a wedding garment (22:1-14), and the goats who ignored the needy (25:14-30) are all consigned to judgment for their various failures. Jesus also asserts that the Father will uproot any tree which he has not planted (15:13). The Father is a majestic judge that all humankind will face in the great assize” … “Father is one who sees in secret and who rewards (6:1,4, 6,18). The Father forgives transgressions (6:14-15). The Father knows the needs of his children before they ever ask (6:8; see 6:32) and wants to supply those needs. In 7:7-11, Jesus draws an analogy with the human parent. If human parents, sinful as they are, respond to their children’s requests, how much more will the heavenly Father, who is perfect (5:48), want to give good gifts to his children (7:7-11)?” … “In Matthew, Jesus also pictures God as a Father who lovingly cares for his creation. He prepares meals for the birds of the air and weaves clothing for the grass of the field (6:26, 30). Jesus affirms that the Father knows and cares about things that we neither know nor care about, like the number of hairs on our head, or when a sparrow falls (10:29-30). If the Father so benevolently watches over the life and death of creatures like sparrows that are not worth two cents to humans (10:29), how much more will he care about his children whose hairs he has painstakingly catalogued?” (p. 218)

[7] John Nolland, The Gospel of Matthew: A Commentary on the Greek Text, The New International Greek Testament Commentary (Grand Rapids, MI: Bletchley: Eerdmans; Paternoster Press, 2005), 288.

[8] John R. W. Stott, The Message of the Sermon on the Mount, The Bible Speaks Today (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1978), 146.

[9] Hans Dieter Betz, Sermon on the Mount, Hermeneia (Minneapolis: Augsburg Fortress, 1995), 389.

[10] Garland, “The Lord’s Prayer in the Gospel of Matthew,” 220: “The circumlocutions make it easier to draw a connection between God’s action and human reaction. Gerhardsson concludes: ‘… God’s mighty works in sanctifying his name, establishing his reign, and realizing his final redemptive purpose demand a suitable human response’ [B. Gerhardsson, “The Matthean Version of the Lord’s Prayer (Matt 6:9b-13): Some Observations,” The New Testament Age, ed. W. C. Weinrich (Macon: MUP, 1984), 213]. It is this human response to God’s mighty works that is of utmost interest to the evangelist Matthew.”

[11] Dugdale, “Understanding the Lord’s Prayer as a Paradigm for Prayer,” 33.

[12] Nolland, The Gospel of Matthew, 287:  “Since the Jews gave up the actual naming of the name, speaking about ‘the name’ became yet more important!”

[13] Jon M. Stubblefield, “Matthew 6:5-15,” Review & Expositor 87, no. 2 (1990): 305.

[14] J. D. G Dunn, “Prayer,” in Dictionary of Jesus and the Gospels, ed. Joel. B Green, Scot McKnight, and I. Howard Marshall (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1992), 621.

[15] Nolland, The Gospel of Matthew, 287. Garland, “The Lord’s Prayer in the Gospel of Matthew,” 221: “It is obedience to the Father’s will alone that demonstrates that one is a child of the Father. Jesus’ brothers and sisters are those who do the will of the Father (12:50). One can only enter the kingdom of heaven by doing the will of the Father (7:21). Those who merely cry, “Lord, Lord” (7:21), or who say, “Yes, Father” (21:30) but who do not do the will of the Father will be barred entry (7:21; 21:31). Fine words are not enough. What counts is not what people say but that their actions conform to God’s will. If one wants a sketch of what the will of God involves for humans, one need only read through the rest of the Sermon on the Mount where Jesus unfolds how God wants us to live.“

[16] Philip B. Harner, “Matthew 6:5-15,” Interpretation 41, no. 2 (1987): 174.

[17] Garland, “The Lord’s Prayer in the Gospel of Matthew,” 220.

[18] Nolland, The Gospel of Matthew, 287–288.

[19] R. T. France, The Gospel of Matthew, The New International Commentary on the New Testament (Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1985), 139: „To view these three petitions as purely eschatological is to defuse one of the most demanding prayers disciples can be called on to offer, with far-reaching consequences for the daily conduct of their lives; to view them as purely ethical is to ignore the ‘blessed hope’ which is the mainspring of New Testament discipleship.”

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