Wenn Gottes Herrlichkeit erfüllt – Gedanken zu Exodus 40,34-38

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Heute las ich weiter im 2. Buch Mose (auch Exodus) genannt und da kam ich zum Ende des Buches und las folgende Worte:

Als Mose das Werk vollendet hatte, bedeckte die Wolke das Zelt Gottes und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte es. Mose konnte das Zelt Gottes nicht mehr betreten, weil die Wolke sich darauf herabgesenkt und das Zelt Gottes mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt hatte. Jedes Mal, wenn die Wolke sich vom Zelt Gottes erhob, brachen die Israeliten auf. Erhob die Wolke sich jedoch nicht, blieben auch sie, wo sie waren, bis die Wolke sich wieder erhob. Während ihrer ganzen Wanderung ruhte die Wolke des Herrn tagsüber auf dem Zelt Gottes. In der Nacht war Feuer in der Wolke, das alle Israeliten sehen konnten.

Das hat mich echt angesprochen. Dazu gleich mehr. Zu aller erst muss ich noch etwas Anderes hinzufügen. In den ganzen Kapiteln zuvor und auch in diesem heißt es immer wieder und „X“ machte es so „wie der Herr es befohlen hatte“. Das ist stark und fordert meinen Weg mit Jesus heraus. Mache ich immer alles so „wie der Herr es befohlen hatte“? Nein. Aber, das ist mein Herzenswunsch. Und nicht nur meiner, sondern auch der von Gott selbst. Deshalb gibt er uns, die an ihn glauben, den Heiligen Geist, dass wir alles so gestalten können „wie der Herr es befohlen hatte“ – es ist sein Herzenswunsch.

Zurück zu dem Gesagten im 2. Buch Mose. Wir befinden uns hier am Ende des Buches und auch am Ende des Aufbaus der Begegnungsstätte mit Gott (auch „Zelt der Begegnung“ oder „Stiftshütte“ genannt). Also der Ort, wo der Mensch Gott begegnet. Oder besser: Gott dem Menschen.

Als alles fertiggestellt ist, kommt der Herr mit seiner Herrlichkeit (ähnliches kann man auch in 1. Könige 8 – der Einweihung des Tempels – finden) und erfüllt die Wohnung. Gott such die Nähe zu seinen Geschöpfen. Aber wir lesen, dass Mose das Zelt nicht betreten konnte. Lag das eventuell an seiner Sündhaftigkeit? Als Gott mit seiner Herrlichkeit kommt, ist es Mose nicht möglich zu bestehen. Er muss draußen bleiben.

Später in der Geschichte (viel später) erscheint uns Gott in seinem Sohn – Jesus. Einer hielt das so fest: „Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns [wörtlich: er zeltete unter uns … also eine Anlehnung an die Stiftshütte]. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt“ (Johannes 1,14). Gott kommt in Jesus zu uns. Er begibt sich auf den Weg um uns an seiner Herrlichkeit teilhaben zu lassen. Jesus gab sein Leben für uns, dass wir nun in Gottes Nähe kommen dürfen. Der Vorhang im Tempel ist zerrissen (Matthäus 27,51) und ein Weg in Gottes Gegenwart ist gebahnt.

Jesus ist für unsere Sünden (Gedanken, Gefühle, Handlungen die sich gegen unsere Mitmenschen und Gott richten) gestorben. Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Er ist am dritten Tag auferstanden, kehrte zu seinem Vater zurück und regiert nun auf seinem Thron. Jesus ist Herr!

Und so wie das Volk aufbrach, wenn die Wolke aufbrach, so will auch ich aufbrechen, wenn Jesus es mir sagt. Und so wie das Volk blieb, wenn die Wolke sich nicht erhob, so will auch ich nicht aufbrechen, wenn Jesus es so will. Ich möchte mein Leben voll und ganz ihm hingeben und nach seinem Willen handeln.

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